In der Gemeinde kann Demokratie unmittelbar erfahren, gelernt und gelebt werden. 

Die SP Niederlenz setzt sich auf der Basis sozialer, liberaler und von Offenheit geprägten Grundüberzeugungen für eine lebenswerte Gemeinde ein. Die SP ist im Gemeinderat und in einigen Kommissionen vertreten und gestaltet Gegenwart und Zukunft von Niederlenz aktiv mit.

Die SP Niederlenz zur Gemeindeversammlung

An einer sehr gut besuchten Versammlung diskutierten die Mitglieder der SP Niederlenz die Traktanden der kommenden Gemeindeversammlung. Drei Themen gaben zu intensiven Diskussionen Anlass.

Budget 2012
Das Budget 2012 rechnet bei gleichbleibendem Steuerfuss von 120% mit einem Ausgabenüberschuss von etwas mehr als  ¼ Million Franken. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die Lastenverschiebung von Bund und Kantone an die Gemeinden. Allein diese Mehrkosten betragen im Vergleich zur Rechnung 2010 zusammen etwa 6.5 Steuerprozente. Der finanzielle Spielraum für die Gemeinde wird dadurch, trotz äusserst sparsamer Budgetierung, immer enger. Die Gemeinderäte Gabi Lauper und Jürg Link, wie auch die FIKO-Mitglieder Marcel Wernli und Beat Muggli deuteten an, dass eine Steuerfusserhöhung von ca. 8% spätestens ab 2013 unumgänglich sein wird. Die im Frühjahr 2012 anstehende Abstimmung über die Steuergesetzänderung sollte daher unbedingt abgelehnt werden, weil sonst der Niederlenzer Steuerfuss noch weiter erhöht werden müsste.

Rickli-Areal
Zustimmung fand, trotz finanzieller Bedenken, der Kauf des Rickli-Areals. Der Hintergrund ist ganz einfach: Längerfristig kann die Einwohnergemeinde vom vorgesehenen Kiesabbau direkt oder indirekt profitieren. Es wurde vorgeschlagen, den Hof des Rickli-Areals ebenfalls in die Abbauzone einzubeziehen um damit höhere Profite durch den zusätzlichen Kiesabbau zu realisieren. Bis zum Zeitpunkt des Kiesabbaus sollte die Liegenschaft und die dazugehörenden Gebäude vermietet werden. Damit würden die Mietzinse den Zins des aufzunehmenden Kapitals mehr als decken. Also vom 1. Tag an ein finanziell positives Geschäft!

Schulraumplanung
Zustimmung fand auch das Kreditgesuch für eine Schulraumplanung. Diese soll die zukünftigen Anforderungen und Bedürfnisse des Schulbetriebes aufzeigen um zu verhindern, dass einzelne bauliche Massnahmen (z.B. Ersatz der sanierungsbedürftigen Kindergärten) nicht in ein Gesamtkonzept passen und zu Fehlinvestitionen werden.

„Niederlenz unter Strom“
Zum Schluss nahm die Versammlung freudig zur Kenntnis, dass sich aus der SP-Veranstaltung „Ideentopf –was brennt unter den Nägeln“  im Mai dieses Jahres, eine öffentliche, politisch neutrale Bewegung „Niederlenz unter Strom“ gebildet hat. In 2 Arbeitsgruppen werden die Themen „ Strom sparen“ und „Strom produzieren“ angegangen.
(RH)

Niederlenz „unter Strom“ setzen

Im Anschluss an die schreckliche Katastrophe im Atomkraftwerk in Fukushima (Japan) im März 2011, haben National- und Ständerat in den letzten Monaten beschlossen, mittelfristig  aus der der Atomenergie auszusteigen. Daraus stellen sich für unsere Gesellschaft zwei wichtige Fragen.
- Wie ersetzen wir den Strom aus den Atomkraftwerken durch neue, erneuerbare Energie? 
- Wie kann der Strombedarf verringert werden?

Zwei Arbeitsgruppen
Niederlenzerinnen und Niederlenzer, die sich für diese Themen interessieren, wurden im letzten Dorfgeischt zu einem ersten Treffen  eingeladen.  Am 25. Oktober trafen sich 18 Personen im Cholechäller zu einer ersten spannenden Diskussion zu diesen hochaktuellen Themen. Es wurde beschlosssen, zwei Arbeitsgruppen zu bilden um Ideen zu entwickeln, welche Beiträge wir in Niederlenz dazu leisten können. Die eine Arbeitsgruppe nennt sich vorläufig "Produktion von Strom", die andere "Strom sparen / Strom effizient nutzen".

Beispiele aus der Nachbarschaft
Durch Privatpersonen wurde in Scherz auf dem Dach des Schulhauses gemeinsam eine Photovoltaik-Anlage realisiert, weil festgestellt wurde, dass die Kosten für grössere Anlagen günstiger sind, als viele kleine Anlagen. In Staufen wurde kürzlich eine AG gegründet, die auf dem Dach des neuen Gemeindehauses ebenfalls eine Photovoltaik-Anlage erstellen will. Das für die Gründung der AG notwendige Kapital wurde im Nu von interessierten Personen um 50% überzeichnet. In Lenzburg wurden 2 Strassenzüge versuchsweise mit LED-bestückten Lampen (die sehr viel weniger Strom benötigen) ausgerüstet um Erfahrungen zu sammeln.  Diese Beispiele zeigen, dass auf  Stufe der Gemeinde sehr viele Möglichkeiten bestehen um Strom aus erneuerbaren Energien zu produzieren oder Strom durch den Einsatz von stromeffizienten Geräten zu sparen (Weitere Beispiele sind im letzten Dorfgeischt aufgeführt).

Fehlende Informationen
Bei den ersten Diskussionen zu diesen Themen wurde festgestellt, dass uns viele Informationen fehlen. Zum Beispiel: Woher kommt unser Strom?  Wie viel Strom benötigen die Haushalte, die Industrie, die Strassenbeleuchtung. Was ist Aabach-strom? Wäre eine Konzession für ein Wirbelkraftwerk in Niederlenz erhältlich? Wie werden die Stromrechnungen gelesen? Was sind TOP-TEN-Produkte? Welche Leuchtmittel muss ich wo einsetzen? usw.

Werner Jaun, Chef  der Regionalen Technischen Betriebe,  hat sich zur Verfügung gestellt, am Montag, 16. Januar 2012 im Singsaal des roten Schulhauses zu diesen und weiteren Fragen Antworten zu geben.

Niederlenz „unter Strom setzen“
Wer Interesse und Lust hat, Niederlenz „unter Strom“ zu setzen, ist herzlich eingeladen in einer der beiden Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Ein Einstieg, und auch ein Ausstieg, sind jederzeit möglich.
Melden Sie sich einfach bei uns und Sie erhalten jeweils die Einladungen.

Sandra Häusermann, Jürg Link, Heinz Richner, Willi Rusterholz