Unsere Grundwerte

1. Freiheit
Nur eine Gesellschaft, in der es die Gleichheit an Freiheiten gibt, ist eine freiheitliche Gesellschaft.
Wir setzen politischem Irrationalismus und religiösem Fundamentalismus das Modell einer pluralistischen Gesellschaft entgegen.

2. Gerechtigkeit
Kern der sozialen Gerechtigkeit ist die gesellschaftliche Gleichstellung der Menschen. Dazu gehören soziale Grundrechte auf Arbeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit und Existenzsicherung.

3. Solidarität
Solidarität ist bewusste Parteinahme für die Unterdrückten, Ausgebeuteten, sozial Schwachen und für die bedrohte Natur. Es geht uns um den Einsatz für alle statt für wenige.

Sägs wiiter !

Ende des letzten Jahrhunderts produzierte die SP Niederlenz während fast 20 Jahren rund 35  Flugblätter, immer unter dem gleichen Titel Sägs wiiter!. Diese Flugblätter, von den SP Mitgliedern jeweils selber in alle Niederlenzer Haushalte verteilt, gaben Standpunkte der SP Niederlenz wieder. Teilweise waren sie innerhalb der SP nicht gänzlich unumstritten - das gehört aber zu unserer Diskussionskultur- insbesondere aber gaben sie zu öffentlichen Diskussionen und zu Kritik an der SP Niederlenz Anlass.
Die Inhalte der Sägs wiiter! waren teils themenbezogen auf unser Dorf, teils befassten sie sich mit politischen und gesellschaftlichen Fragen und Auseinandersetzungen der damaligen Zeit.

Grün und umweltpolitisch engagiert, bevor es die Grünen und die Grünliberalen gab.

Die SP Niederlenz hat sich lange vor Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011), und lange bevor es die Grünen oder die Grünliberalen gab, mit dem Thema Atomkraftwerke und deren Folgen auseinandergesetzt.

Die Hirsche von Lascaux und das verlochte Gift

Mit  dem Sägs wiiter! Nr. 4, erschienen im Jahre 1977, hat die SP Niederlenz auf das drängende, ungelöste Problem der Entsorgung von Atom-Müll aufmerksam gemacht. Heute, 34 Jahre danach, ist das Abfallproblem des Atommülls noch immer nicht gelöst, das Thema so aktuell wie damals!

Tip: Höhle von Lascaux

Der Westwind weht von Gösgen

Seit 1975 wurde das Atomkraftwerk Kaiseraugst, gegen den Protest der atomkritischen Bevölkerung geplant . Nach heftigsten Auseinandersetzungen mit der immer grösser werdenden Opposition wurde die Planung für das AKW Kaiseraugst im Jahre 1988 definitiv abgebrochen.
Kurz vor der Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Gösgen im Jahre 1978 forderten Tausende Schweizerinnen und Schweizer einen Stopp der Inbetriebnahme. Die SP Niederlenz hat 1978 mit dem Sägs wiiter! Nr. 13 die damaligen Argumente gegen AKW zusammengefasst. 

Der Westwind weht von Gösgen… und auch ein wenig aus dem Osten…

Hoppla, die Freisinnig-Demokratische Partei Niederlenz hat auf unser Sägs wiiter! Nr. 13 im  Februar 1979 mit einem Dänk wiiter! reagiert.  Der Untertitel „Der Westwind weht von Gösgen… und auch ein wenig aus dem Osten…“  unterstellte uns die FDP Niederlenz ernsthaft, wir seien aus dem Osten gesteuert.
Dass der Wind 1986, also 7 Jahre später, tatsächlich aus dem Osten, nämlich aus Tschernobyl wehte, konnte die FDP natürlich nicht erahnen.
Die Radioaktivität in Waldpilzen und Wild ist laut dem deutschen Bundesamt für Strahlenschutz auch heute (25 Jahre nach Tschernobyl) teilweise so hoch, dass die Produkte nicht vermarktet werden dürfen. In Wildschweinen aus dem Bayerischen Wald seien bis zu 40 000 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden – der gesetzliche Grenzwert liege bei 600 Becquerel.
Liest man heute, mit den Erfahrungen von Tschernobyl und Fukushima  die damaligen Argumente der FdP, stellt man fest, dass alles noch viel schlimmer ist als jemals befürchtet.

Für eine Zukunft ohne Atomkraftwerke

Im Herbst 1980 (also 8 Jahre vor dem Verzicht auf das Atomkraftwerk Kaiseraugst), sammelte die SP Niederlenz, unterstützt durch das Sägs wiiter! Nr. 17, öffentlich Unterschriften für 2 Volksinitiativen

• FÜR EINE ZUKUNFT OHNE WEITERE ATOMKRAFTWERKE  
• FÜR EINE SICHERE, SPARSAME UND UMWELTGERECHTE  ENERGIEVERSORGUNG

Leider wurden im Jahre 1984 beide Initiativen mit etwa 55% Nein-Stimmen abgelehnt. Heute, mehr als 30 Jahre später, sind diese beiden Themen endlich ins Bewusstsein der Mehrheit der Bevölkerung  gedrungen. Bis allerdings die entscheidenden Weichenstellungen erfolgen, werden wir wohl noch einer millionenschweren Propaganda der Atomindustrie trotzen müssen.

Lösungsmöglichkeiten

Im Jahre 1983 holte die SP Niederlenz zwei kompetente Fachleute nach Niederlenz, um über Lösungsmöglichkeiten ohne Atomkraftwerke zu beraten und Lösungswege aufzuzeigen. Bereits damals zeichnete die damalige SP-Nationalrätin Ursula Mauch alternative Energieversorgungs-möglichkeiten auf, die heute in aller Munde sind. Leider sind inzwischen aber fast 30 Jahre vergangen, ohne dass die Weichen in der Energieversorgung definitiv anders gestellt wurden.

Und was macht die SP Niederlenz 2011?

Anlässlich des Ideentopfs „was brennt in Niederlenz unter den Nägeln“ wurde das Projekt „Strom sparen in Niederlenz“ angestossen. Eine speziell gebildete Arbeitsgruppe will der Gemeinde und Privaten aufzeigen, wie wir in Niederlenz Strom sparen können. Damit wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten einen Beitrag leisten zur effizienten und sparsamen Versorgung mit elektrischer Energie.
In der Arbeitsgruppe können alle Einwohnerinnen und Einwohner mitwirken. Die SP Niederlenz freut sich auf Interessierte.

Weiterführende Informationen

Cleantech-Initiative
Atommüllager Majak
Majak: Axpo unter Druck
• "Du bist Dumm"
Atommüllager Asse
• Liste von Unfällen