Frauen*streik in Lenzburg: 14. Juni 2019

Der Frauenstreik am 14. Juni 2019 in Lenzburg war ein toller Erfolg: 150 Frauen nahmen am Streik teil und verkündeten vor dem Rathaus das Frauen*streik Manifest.

Frauenstreik am 14. Juni 2019

Dem Aufruf, auch in Lenzburg ein Zeichen für die Gleichberechtigung zu setzen, sind rund 150 Personen aus der Stadt Lenzburg, den Nachbargemeinden und aus dem Seetal gefolgt. Es kamen berufstätige Frauen, Mütter und Väter mit ihren Kindern, Politikerinnen aus dem Einwohnerrat und Gemeinderätinnen sowie Rentnerinnen. Die CVP-Politikerin und Initiantin des Frauenstreiks Lenzburg Christina Bachmann-Roth fokussierte in ihrer Rede auf die Schweizer Missstände in der Lohngerechtigkeit und auf die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Voten am offenen Mikrofon auf dem Metzgplatz von Frauen aus verschiedenen Generationen zeigten wo heute noch Handlungsbedarf besteht. Dies betrifft auch die Männer, denn eine gelebte Gleichberechtigung bringt auch Männern die Freiheit, sich nicht nur in der Randzeit um Kinder und Haushalt zu kümmern. Damit erhöht sich die Lebensqualität für alle. Die Anliegen im Frauenstreik-Manifest sind also nicht aus der Luft gegriffen, obwohl seit 1971 oder 1991 schon vieles erreicht wurde. Wer hätte damals gedacht, dass mal eine Bundesrätin das Militärdepartement führt. Als Hommage und Zeichen für ein Miteinander statt Gegeneinander wurden die kurz vor der Brevetierung stehenden Offiziere in den Anlass eingebunden.

Gestärkt durch den Streiksirup und ausgerüstet mit Fahnen ging es angeführt von SP-Einwohnerrätin Beatrice Taubert fröhlich singend zum Rathaus. Hier überreichte SP-Grossrätin Gabi Lauper dem Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann das Aargauer Frauen-Manifest mit der provozierenden Frage, wie es in der Lenzburger Verwaltung mit der Gleichberechtigung aussieht. Nicht alle Abteilungen sind heute angemessen durchmischt und in den Kaderpositionen sind mehrheitlich Männer. Und wie steht es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Mit den teuren Tagesstrukturen ist Lenzburg auch hier leider keine Vorzeigestadt. Es besteht Handlungsbedarf. Dies anerkennt auch Mosimann.

Da etliche Frauen aus anderen Gemeinden des Bezirks nach Lenzburg kamen, gehen diese Fragen an alle Gemeindebehörden im Bezirk.

Mit dem Streik-Lied gegen Lohn- und Rentenklau ging es anschliessend via Bahnhofstrasse zum Restaurant Barracuda, Im Lenz. Die Geschäftsführerin Ann-Kristin Schäffler und ihr Team schafften es, die doppelte Anzahl, wie im Vorfeld angenommen, mit einem feinen Pastagericht zu verwöhnen. Nicht nur die lebhaften Gespräche an den verschiedenen Tischen, sondern auch die Musikeinlagen von Barbara Studer trugen zum gelungenen, öffentlichkeitswirksamen Anlass in Lenzburg bei.

 

     Übergabe des Manifest an Stadtammann Dani Mosimann                Treffpunkt: Metzgplatz

                                                          gemeinsames Essen im Barracuda

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